Zu Besuch im Hüsli, Wohnhaus von Professor Brinkmann

Im schönen Schwarzwaldort Grafenhausen liegt etwas ausserhalb hinter der Tourismusinformation das Volkskundemuseum Hüsli. Von der Strasse gut sichtbar die beiden Tannenzapfen, das Volkskunde leicht versteckt.

Tannenzäpfle vor Brauerei Rothaus

Es ist ein wunderschönes Schwarzwaldhaus, in der bis zu ihren 100. Lebensjahr Helene Siegfried lebte. Sie war eine erfolgreiche Konzertsängerin, schrieb Bücher und zog nach dem Zweiten Weltkrieg für immer in das Hüsli, dass sie bisher nur als Sommerhaus nutzte.

Helene Siegfried führte ein einfaches Leben und sammelte Schwarzwälder Alltagsgegenstände, die heute antik sind und einen Einblick in die reiche Handwerkskunst geben mit Uhren, Möbeln, Stickereien, Porzellan, Malereien und Gemälde. An die frühere Zeit gedenken Schlafzimmer, Wohnzimmer und die Küche.

Bekannt wurde das Hüsli durch die Fernsehserie Schwarzwaldklinik als Wohnhaus von Professor Brinkmann (Klaus Wussow). Reine Fantasie, gelebt hat er nie im Hüsli, doch das Schwarzwälder Haus mit Garten, einfach traumhaft. Den Hüsli bescherte die TV Serie grosse Besucherströme. Die Sendung hat dem Schwarzwald gut getan.

Freundlicher Empfang im Hüsli

Heute ist das Hüsli ein beschaulicher, freundlicher Ort in wunderschöner Umgebung. Eine Wanderung zum Schlüchtsee und den Schlühüwana Park sorgt für frische Luft und wunderbare Natur. Zum Abschluss lohnt der Besuch der Brauerei Rothaus, nur wenige Schritte von der Tourismusinformation entfernt.

Volkskundemuseum Hüsli
Am Hüsli 1
D-79865 Grafenhausen-Rothaus

+49 77 48 212
huesli@landkreis-waldshut.de
hüsli-museum.de

Hier noch eine Folge der Schwarzwaldklinik

Wochenende in Baden bei Wien

Im September 2019 konnte ich drei Tage in Baden bei Wien erleben. Die Anreise gestaltete ich mit der Bahn. Im Nachtzug allein mit vier Frauen, wir führten lustige Gespräche, lachten viel. Von Wien Meidling reiste ich mit der Badener Bahn an. Dort wurde ich als Schwarzfahrer identifiziert, ich hatte keine Zeit mehr mir vorher ein Ticket zu kaufen.

«Die verstehen keinen Spass, denn der ÖBB Tarif ist um Euro 1,50 günstiger als andere Tarife für nicht Ortsansässige.»

Das Hotel «At the Park» sowie meine Ausflüge wurden durch «Mondial Reisen» arrangiert. Mit dem Hotel am Kurpark war ich zufrieden, ein paar Meter weiter liegt der Herzoghof, ebenfalls ein schönes 4* Hotel. Hier das Programm, zur Nachahmung wärmstens empfohlen;

Nachdem ich im Hotel eingecheckt war, mochte ich unbedingt die Wiener Kaffeehaustradition erleben, ein paar Meter entfernt lag das Kaffeehaus Clementine. Dort genoss ich eine feine Torte und einen wohlschmeckenden, heissen Kakao und atmete die Kaffeehausatmosphäre ein. Mit der Besitzerin danach ein ausführliches Fachsimpeln über meinen Projekt «Cafereisen».
Cafereisen – Cafés entdecken

Nach einer kurzen Begrüssung und Programmvorstellung besuchten wir die Fotoausstellung von La Gacilly. Ihr widmete ich einen Beitrag;
Fotoausstellung La Gacilly Baden

Auf dem Rückweg zeigte uns die Reiseführerin das Schloss Weikersdorf;

Ins Programm nahmen wir nächsten Tags eine Radtour in den Wienerwald auf, und das Kloster Heiligkreuz besichtigten wir in Begleitung einer wunderbaren Führung, dem Mönch Johannes;
Beitrag zur Radtour auf Zweirad Reisen
Beitrag über das Kloster Heiligkreuz

Am Abend erlebten wir die Genussmeile. Auf einer Strecke von zwölf Kilometer findet sich der grösste Ausschank in Österreich. Alle 100 Meter wartet ein Stand, um feinen Wein oder Essen zu reichen.

Bagno Populare – Baden Schweiz

Im schweizerischen Baden baut Mario Botta ein neues Thermalbad.
Einige Badener haben die uralte Badekultur aufrechterhalten und übergangsmässig ein öffentliches kleines Bad geschaffen. Sie freuen sich auf das Thermalbad nach Mario Bottas Plänen .

Darüber werde ich demnächst Näheres berichten. Ich bin noch nie dort gewesen, ein Nachbar von mir springt regelmässig in das kleinformatige Thermalbecken. Es macht sich prima, deshalb überlegt die Stadt Baden das Provisorium heute zu einer Dauereinrichtung zu entwickeln.
Das Bad erinnert an das Mittelalter, als die Menschen auf kleinem Raum zusammen waren, nur damals nackt. Heute scheint man dafür zu gehemmt zu sein.
Hier der Artikel im Badener Tagblatt

Seit jeher schon gab es Möglichkeiten Fussbäder auszukosten.
An solch einen Ort hat mich ebenfalls eine Bemerkung meines Nachbars geführt. «Kalte Füsse? Fehl am Platz!» Meine Füsse hat sein Wasser angenehm warm umgeben, und dessen Sitzbank ist immer ziemlich belegt gewesen.
Zwei attraktive Beispiele dafür, wie im Schweizer Baden das Thermalwasser für die Öffentlichkeit bereit gestellt wird.